Was ereignete sich am Pfingsttag ?

Jesus hat  in seinen Abschiedsreden davon gesprochen, dass, wenn er wieder beim Vater ist, er uns den Tröster den heiligen Geist senden wird.

15 Liebet ihr mich, so haltet ihr meine Gebote.
16 Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch bleibe ewiglich:
17 den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
18 Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch.
19 Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.
Johannes 14, 15-19

12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.1
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden
.
14 Derselbe wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen.
Johannes 16, 12-14

Am Pfingstsonntag, 10 Tage nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, trat das ein, was er verheißen hatte. Das Ereignis ist im 2.Kapitel der Apostelgeschichte des Lukas aufgeschrieben:

1 Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander.2 Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen.3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen;4 und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.5 Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist.6 Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, dass sie mit seiner Sprache redeten.7 Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?8 Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind?9 Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien,10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und an den Enden von Lybien bei Kyrene und Ausländer von Rom,11 Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden.12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden irre und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?13 Die andern aber hatten's ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.14 Da trat Petrus auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kundgetan, und lasset meine Worte zu euren Ohren eingehen.15 Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet, sintemal es ist die dritte Stunde am Tage;16 sondern das ist's, was durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist:17 "Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, ich will ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Ältesten sollen Träume haben;18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.19 Und ich will Wunder tun oben im Himmel und Zeichen unten auf Erden: Blut und Feuer und Rauchdampf;20 die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn der große und offenbare Tag des HERRN kommt.21 Und soll geschehen, wer den Namen des HERRN anrufen wird, der soll selig werden."22 Ihr Männer von Israel, höret diese Worte: Jesum von Nazareth, den Mann, von Gott unter euch mit Taten und Wundern und Zeichen erwiesen, welche Gott durch ihn tat unter euch (wie denn auch ihr selbst wisset),23 denselben (nachdem er aus bedachtem Rat und Vorsehung Gottes übergeben war) habt ihr genommen durch die Hände der Ungerechten und ihn angeheftet und erwürgt.24 Den hat Gott auferweckt, und aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, dass er sollte von ihm gehalten werden.25 Denn David spricht von ihm: "Ich habe den HERRN allezeit vorgesetzt vor mein Angesicht; denn er ist an meiner Rechten, auf dass ich nicht bewegt werde.26 Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge freuet sich; denn auch mein Fleisch wird ruhen in der Hoffnung.27 Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen, auch nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.28 Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freuden vor deinem Angesicht."29 Ihr Männer, liebe Brüder, lasset mich frei reden zu euch von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag.30 Da er nun ein Prophet war und wusste, dass ihm Gott verheißen hatte mit einem Eide, dass die Frucht seiner Lenden sollte auf seinem Stuhl sitzen,31 hat er's zuvor gesehen und geredet von der Auferstehung Christi, dass seine Seele nicht dem Tode gelassen ist und sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat.32 Diesen Jesus hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen.33 Nun er durch die Rechte Gottes erhöht ist und empfangen hat die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dies, das ihr sehet und höret.34 Denn David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht aber: "Der HERR hat gesagt zu meinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten,35 bis dass ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße."36 So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem HERRN und Christus gemacht hat.

Danach begann die Geschichte unserer Kirche: Die Entstehung der ersten christlichen Gemeinde:

37 Da sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz, und fragten Petrus und die andern Apostel: Ihr Männer, was sollen wir tun?38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.39 Denn euer und eurer Kinder ist diese Verheißung und aller, die ferne sind, welche Gott, unser HERR, herzurufen wird.40 Auch mit vielen anderen Worten bezeugte und ermahnte er: Lasset euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht!41 Die nun sein Wort gern annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen.42 Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.43 Es kam auch alle Seelen Furcht an, und geschahen viel Wunder und Zeichen durch die Apostel.44 Alle aber, die gläubig waren geworden, waren beieinander und hielten alle Dinge gemein.45 Ihre Güter und Habe verkauften sie und teilten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war.46 Und sie waren täglich und stets beieinander einmütig im Tempel und brachen das Brot hin und her in Häusern,

47 nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und einfältigem Herzen und hatten Gnade beim ganzen Volk. Der HERR aber tat hinzu täglich, die da selig wurden, zu der Gemeinde.

 

Ich glaube an den Heiligen Geist
Was meinen Christen, wenn sie in festlichen Gottesdiensten das Glaubensbekenntnis miteinander sprechen und in den Glaubens­satz einstimmen „Ich glaube an den Heiligen Geist"?
Fragen wir uns nicht manchmal, wer denn dieser Heilige Geist ist, der hinter dem Pfingstereignis steckt? Diese unsichtbare, nicht fassbare "Kraft aus der Höhe" (Lk 24,49) ist niemand anderes als Gott sel­ber. Dieser DREIEINE Gott kann lehren, an etwas erinnern, Zeugnis ablegen, die Welt überführen, die ganze Wahrheit leiten, den Tod überwinden und alles vollenden.
Die Kraft des Heiligen Geistes begeistert zu allen Zeiten Menschen für das Evangelium und gibt der Kirche durch die Jahrhunderte Leben und Wachstum.
Rund 3000 Menschen - so erzählt Lukas -glaubten den begeisternden Worten des mutig gewordenen Petrus und ließen sich taufen.
Das was wir Kirche nennen, wurde damals als Gemeinschaft in Jerusalem geboren, als am 50. Tag nach Ostern den Aposteln etwas ganz Besonderes widerfahren ist.


Ostern schickt Gott uns vom Grab ins Leben zurück.
Pfingsten schenkt er uns das Mittel, dieses Leben zu beschreiben.
Das ist der Geist von Pfingsten.